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Meilensteine auf der Reise zum Licht

Meilensteine symbolisieren innere Forderungen an den Pilger auf dem Weg zum Höchsten.
Meilensteine symbolisieren innere Forderungen an den Pilger auf dem Weg zum Höchsten.

Der Mensch ist allzeit unterwegs: entweder vom Hier zum Irgendwo oder vom Hier zum Nirgendwo - oder vom Hier zu einem höchst erhabenen Ziel. Diese letztgenannte Reise kann er antreten, wenn die göttliche Seele im Herzen geboren ist und den Pfad erleuchtet.

Vom Hier zum Irgendwo reist der Mensch, wenn sein Lebensziel sich in der bekannten Welt mit Diesseits und Jenseits befindet. Vom Hier zum Nirgendwo geht die Reise, wenn der Lebenslauf zu einem sinn- und ziellosen Lebenskreislauf wird. Zu einem höchst erhabenen Ziel führt die Reise des Menschen erst, wenn die göttliche Seele im Tempel des Herzens geboren ist und er sie als Leitstern auf der Reise zur einen großen Lebensbestimmung auserkoren hat.

Die Steine des Pfades

Auf dieser Reise gibt es viele Meilensteine. Es sind nicht die gleichen wie auf dem Weg durch die bekannte Welt. Es sind Hinweissteine, Richtungssteine, Erkenntnissteine, Grenzsteine, Steine zum Innehalten oder Prüfsteine. Sie alle führen den Pilger auf dem schmalen Pfad zu dem Stein, der in der Bibel genannt wird (Offenbarung 2, Vers 17): „Wer überwindet, dem will ich von dem verborgenen Manna zu essen geben und will ihm einen weißen Stein geben und auf dem Stein geschrieben einen neuen Namen, welchen niemand kennt, als der ihn empfängt.“ Alle diese Steine haben ihre eigenen Aufgaben auf dem Pfad des Pilgers - der letzte, der weiße Stein, ist die Erfüllung. Der Mensch, der geht, wird ihnen allen begegnen. So war es immer, so wird es allzeit sein. Mag die Form der Steine auch manchmal variieren, die inneren Forderungen an den Pilger bleiben sich gleich.

Der Berg der Mysterien

Die Reise zum höchsten Ziel hat verschiedene Ansichten, Stadien und Stufen. Am Anfang gleicht sie einem Pfad in der Wüste - der Lebenswüste dieses irdischen Bestehens, durch die der Pilger ziehen muss, um durch Widerstände, Kummer, Schmerz und Leid zu einem gereiften Erfahrungswissen zu gelangen. Wenn dieses Erfahrungswissen sich einer Grenze nähert, geht die Reise weiter über eine stürmische See, und der Pilger wird vom Leben selbst zu einem Tiefpunkt geführt, zu einem Schiffbruch. Dort werden alle erworbenen Werte des Lebens, alle Illusionen und Traumgebilde an den Felsen einer neuen Wirklichkeit zerschlagen. Und so strandet er mit leeren Händen an dieser neuen Wirklichkeit, an einer unbekannten Insel. Auf dieser Insel befindet sich der Berg der Mysterien.

Neuland bei jedem Schritt

Dort, auf der Insel der Einsamkeit, beginnt für den Pilger die nächste Phase der Reise in eine noch unbekannte Zukunft. Die innerliche Bergbesteigung wird zu einer vollkommenen Erneuerung, denn er betritt bei jedem Schritt Neuland, das ihn verwandelt. So führt ihn der Pfad den Berg der Mysterien hinauf, der Spitze der höchsten Einweihung entgegen. Bei jedem Schritt nach oben wird das formverursachende Prinzip, das Ich, weniger - bis es schließlich stirbt, um, einmal am Ziel angekommen, nicht mehr zu sein. So hat der Pilger Raum geschaffen für das Werden des inneren Erlösers.

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