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Der Mensch - ein Mikrokosmos


„Wie oben, so unten“. Dieser Satz aus der ägyptisch-hermetischen Weisheitslehre  beschreibt, dass alle Gesetze des Universums auch im Menschen wieder zu finden sind. Sie bezeichnet den Menschen deshalb auch als Mikrokosmos, als eine Welt im Kleinen.

In der hermetischen Philosophie ist der Mikrokosmos ein vielschichtiges Wesen. Diese vollständige kleine Welt ist unsterblich. Sie schließt den Menschen so ein, wie das Weltall die Erde umschließt. Der Mensch empfindet, denkt und handelt; er ist der sterbliche Bewohner seiner kleinen Welt.

Der Mikrokosmos trägt die Unsterblichkeit nur noch als Möglichkeit in sich, denn es wohnt ein sterblicher Mensch in ihm. Jeder Mensch enthält deshalb in seinem innersten Wesen den Auftrag zur Selbstverwirklichung. Er ist durch den Mikrokosmos in der Lage, wieder unsterblich zu werden.

Diese kleine Welt ist ein Schatzkästchen, gefüllt mit vielen Erfahrungen und Erkenntnissen. Ein reifer Mikrokosmos lässt schließlich seine Persönlichkeit nach dem Sinn und Zweck des Daseins suchen. Das Unsterbliche in ihm macht dann eine tief greifende Veränderung des Menschen möglich.  

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