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Siddhartha – der zeitlose Sucher nach dem einen Sinn


In Hermann Hesses Roman hat Siddhartha am Ende seiner Lebensreise die Schalheit des irdischen Lebens erfahren und steht nun leer da. Andererseits hat er seine nicht zu löschende Sehnsucht nach einem ganz anderen, reinen Leben bewahrt und gefestigt.

Hermann Hesse schreibt in seinem Roman “Siddhartha” von der spirituellen Suche und dem Unterschied zwischen dem Weg der Lehre und dem Weg der Erfahrung. Er lässt seine Romanfiguren gleichnishaft die uralten Menschheitsfragen stellen und das Ringen der Seelen in ihrer Sehnsucht nach ihrem göttlichen Ursprung durchleben.

Er betrachtet das Leben als ein ständiges Transzendieren, als ein Durchschreiten von Räumen oder als ein Fortschreiten von Stufe zu Stufe. Sich als getrennt von allen anderen erkennend, weiß er im tiefsten Innern jedoch um die absolute Einheit allen Lebens.

So zeigt er in “Siddhartha” durch die beiden Brahmanensöhne Govinda und Siddhartha zwei mögliche Wege auf: den Weg der Lehre und den Weg der Erfahrung. Govinda wählt als Weg die Lehre des Buddha, die die Welt als eine ewige Kette aus Ursache und Wirkung beschreibt und als Ziel die Erlösung vom Leiden verheißt.

Dagegen macht sich Siddhartha auf, das Geheimnis seines Ichs zu ergründen. Nicht mit Hilfe einer Lehre oder eines Lehrers, sondern indem er dem Drängen seiner innersten Seelenstimme folgt. Wobei es nach außen vielleicht so scheint, als ob er das Leben in vollen Zügen kosten würde. Aber in Wirklichkeit durchlebt seine Seele die verschiedensten Prüfungen.

Nachdem er alle Freuden und Leiden durchlebt hat und sein Begehren kein Ziel mehr hat, ist sein natürlicher Lebensdrang erloschen. Einerseits empfindet er sich als müde, einsam und leer, andererseits steht er damit an der Grenze seiner Lebensvollendung.

An diesem Punkt ihres Lebens stehen heute viele Menschen, die wie Siddhartha die Schalheit des irdischen Lebens empfinden, und andererseits eine nicht zu löschende Sehnsucht nach einem ganz anderen Leben voll Liebe und Weisheit in sich tragen.

Die Geistesschule des Rosenkreuzes bietet suchenden Menschen heute nicht nur eine Philosophie, die ihnen diese Sehnsucht erklärt, sondern auch das Kraftfeld einer spirituellen Gemeinschaft, die sich mit diesem anderen Leben verbunden weiß.

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